Veranstaltungen und Aktuelles

Alles Käse - aber aus Ostfriesland

Zu einem besonderen Frühstück im Pelzerhaus kamen knapp 30 Gäste


Emden. Die Region Ostfriesland hat kulinarisch einiges zu bieten. Man muss es den Menschen nur näherbringen. Das verbirgt sich hinter einem Gemeinschaftsprojekt von Agilio, dem Nabu Ostfriesland, dem Woldenhof Wiegboldsbur, dem Ökowerk und Slow Food Ostfriesland. Gestern stand ein besonderes Frühstück im Kulturcafé im Pelzerhaus auf dem Speiseplan.

Die zweite Veranstaltung der Reihe „Selten aufgetischt” lockte knapp 30 zahlende junge und ältere Frühstücker ins denkmalgeschützte Renaissancehaus. Das Büffet umfasste Schnitt- und Weichkäse, Quark- und Frischkäsevariationen in herzhaft und süß. Die Milch stammte von Kühen, Schafen und Ziegen, und die Produzenten sitzen in Pilsum, Eilsum und Friedeburg.

Auf weißen Papierschildern stand zu lesen, was von wem ist, was man da isst. Das Brot war selbst gebacken. Und natürlich war zwar sehr viel, aber nicht „alles Käse” wie der Titel der Aktion versprach. Rührei, Räucherlachs und Obstsalat hatte der für diesen Vormittag verantwortliche Koch Benedict Jasperse mit seinem Team ebenfalls bereitet.

Das Frühstück gab es zum Preis eines Schnitzels „Wiener Art”. Doch der kommerzielle Gedanke rückt hier, wie Agilio-Geschäftsführer Dieter Peters im Gespräch mit der Emder Zeitung betonte, in den Hintergrund: „Für uns ist es wichtig, den regionalen und saisonalen Aspekt in den Vordergrund zu stellen.”

Den Anfang hatte ein Abend über Heckrinder aus Coldam (Landkreis Leer) mit entsprechender Verkostung gemacht. Im Januar soll es ein Heidschnucken-Essen geben. Eigentlich ein Nutztier, das eng mit der Lüneburger Heide verbunden ist.

Nicht so bekannt ist, dass es auch die Weiße gehörnte Heidschnucke im Bereich Weser-Ems gibt. Alte, seltene Haustierrassen haben die Veranstalter von „Selten aufgetischt” im Visier. Dabei solle jeder Abend gewissermaßen ein rundes, regionales Paket sein. Wie bei der Premiere mit dem Heckrinder-Essen im Oktober: Fleisch aus dem Landkreis Leer, Kartoffeln aus einem ostfriesischen Migrationsprojekt und Äpfel fürs Dessert aus dem Ökowerk in Borssum. Peters: „Uns geht es auch darum, die Wertschöpfung in der Landwirtschaft dieser Region zu zeigen.” axl

© Emder Zeitung, 13.11.2017, Bild: Eric Hasseler

Heckrind aus Coldam, frische Äpfel aus dem Borssumer Ökowerk und Kartoffeln aus ostfriesischen Äckern - im Kulturcafé im Pelzerhaus wurde am Freitagabend leckeres Essen mit regionalen Zutaten aufgetischt. Zu der Veranstaltungsreihe eingeladen hatten der Naturschutzbund (Nabu) Ostfriesland, der Nabu Woldenhof, das Ökowerk Emden, Slow Food Ostfriesland und die Arbeitsgemeinschaft für integrative Leistung in Ostfriesland (Agilio). Die Teilnehmer ließen es sich schmecken. Die Grundidee für die Reihe ist es, neben Produkten aus der Region auch das Bewusstsein für fairen Handel und ökologische Verantwortung zu stärken. Deshalb gab es neben dem schmackhaften Menü auch jede Menge Wissenswertes rund um die verwendeten Produkte. GO

© Ostfriesen Zeitung, 30.10.2017

Einladung zum Picknick der anderen Art

Von Gaby Wolf s 0 49 21 / 89 00-415

Emden. Mit Veranstaltungen, die aus dem Rahmen fallen, wieder mehr Leben in die Brückstraße bringen - das hat sich die Werbegemeinschaft Rathaus-Karree auf die Fahnen geschrieben. Am Freitag, 1. September, gibt es davon bereits die nächste Kostprobe. Dann soll ab 18 Uhr ein sogenanntes „Dîner en blanc” für jedermann unter freiem Himmel stattfinden. „Wir sind mit den Vorbereitungen noch nicht ganz fertig, aber wenn kein dickes Gewitter aufzieht, wollen wir dort weiß auftafeln”, bestätigte Initiator Dieter Peters, Geschäftsführer des Karree-Mitglieds Agilio, gestern auf Anfrage der Emder Zeitung.

Jeder kommt in Weiß und bringt etwas mit

Aus dem Französischen übersetzt, heißt „Dîner en blanc” so viel wie „zu Abend essen in Weiß”. Tatsächlich handelt es sich um ein großes abendliches Picknick, zu dem jeder eigene Speisen, Getränke, Teller und Gläser mitbringt und - daher der Name - möglichst komplett in Weiß gekleidet ist. „Das hat eine besondere Wirkung und gibt einfach ein schönes Bild ab”, sagte Peters. Auch die Straße soll weiß geschmückt und das Rathaus beleuchtet werden. Die Geschäfte haben bis 20 Uhr geöffnet.

Was einmal aus einer exklusiven, aber dann massiv überfüllten privaten Gartenparty in Paris entstanden ist, hat sich in den größeren Städten Europa inzwischen zu einer geselligen Zusammenkunft für Menschen aus allen Gesellschaftsschichten gewandelt. Und das soll es auch am 1. September in der Brückstraße sein. „Wir haben auch Abdou Ouedraogo vom Integrationsrat angesprochen, damit vielleicht eine noch größere Vielfalt an Menschen und Gerichten zusammenkommt”, ergänzte Peters.

Über Land ist das „Dîner en blanc” mancherorts auch schon zu Nachbarschaftstreffen einzelner Straßengemeinschaften oder Wohnsiedlungen umgemünzt worden, etwa in Groothusen. Von dort brachten Hero und Inge Boomgaarden die Idee eines „Dîner en blanc” bei der Spargel-Tafel des Rathaus-Karrees im Juni ins Gespräch. Peters und Agilio griffen die Idee auf.

Weil eigenes Essen auf den Tisch kommt und untereinander getauscht und probiert wird, waren dafür eventuell greifende hygienische Auflagen zu klären. „Wir haben mit der Aufsichtsbehörde bereits alles besprochen”, sagte Peters. „Da das Essen nicht kommerziell angeboten wird, liegt es in der privaten Verantwortung. Wir empfehlen auf jeden Fall, darauf zu achten, keine Speisen mit rohen Eiern darin mitzubringen und auch keine Speisen, die nicht durchgegart sind”, sagte Peters.

Damit nicht jeder alles mitschleppen muss, kümmern sich Werbegemeinschaft und Emder Touristik um Tische und Bänke. Von Agilio kann man gegen eine freiwillige Spende das bekommen, was auf dem Tisch vielleicht doch noch fehlt (Getränke, Teller, kleinere Speisen). Diese Spende soll der Entwicklung neuer Wohnformen für Menschen mit mehrfach schwersten Behinderungen zugutekommen.

@ Emder Zeitung, 17. August 2017

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Die agilio gGmbH ist ein gemeinnütziger Träger, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung zu fördern und ihre Selbstbestimmtheit und Individualität durch das Angebot von passgenauen und flexiblen Unterstützungsleistungen zu stärken. 

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