Veranstaltungen und Aktuelles

Aktionstag Faire Brückstraße als Höhepunkt der Fairen Woche 2020

Bereits zum sechsten Mal macht die Fairtrade-Stadt Emden bei der bundesweiten Aktion "Faire Woche" mit. Der Steuerungskreis Fairtrade hat sich in diesem Jahr dazu entschieden, eine Stadtrallye durchzuführen, an der zahlreiche Händler und Gastronomen teilnehmen. Höhepunkt der Aktivitäten der Fairen Woche ist wieder der Aktionstag "Faire Brückstraße". Am Samstag, den 12. September 2020, in der Zeit von 10:00 bis 13:00 Uhr, werden in der Einkaufsstraße zahlreiche Aktionen, Aktivitäten und Informationsstände für Jung und Alt von der Werbegemeinschaft Rathaus Karree Emden e.V. und der agilio gGmbH gemeinsam mit vielen Partnern angeboten.


„Nachhaltige Produktions- und Konsummuster für ein gutes Leben“


Die Hochschule Emden / Leer informiert über die geplante Schokofahrt im Oktober, über die 17 Nachhaltigkeitsziele der UN und über das Gambia-Projekt, ein gemeinsames Projekt der Hochschule Emden/Leer, der Grundschule Cirksena und dem Verein NEOW (Nachhaltige Entwicklung in Ostfriesland und der Welt).


Mit Blick auf die baldige Eröffnung eines Unverpackt Ladens in der Brückstraße informieren die agilio gGmbH und der Verein Das Boot über nachhaltiges, müllsparendes Einkaufen und darüber wie jeder einzelne mit dem richtigen Konsumverhalten etwas gegen Ausbeutung von Mensch und Natur tun kann.    


Der Emder Weltladen als Keimzelle und Aushängeschild der Emder Fair Trade-Bewegung sowie Dat Mundjevull laden ein, sich über ihre fairen Angebote zu informieren. Die Einzelhandelsgeschäfte Mode im Karree, Leder Höfer und Pique stellen ihre fair gehandelten Produkte in den Vordergrund, wie z. B. Jeans, Strickwaren, T-shirts und Taschen. Weitere Akteure des Aktionstages sind das Ostfriesische Landesmuseum, Sesam, Hussel und der Hollandstore. Die an diesem Vormittag präsentierten Waren aus fairem Handel können auch erworben werden.


Der Oberbürgermeister Tim Kruithoff wird die Faire Brückstraße am kommenden Samstag um 10 Uhr vor dem Dat Mundjevull mit einem Grußwort eröffnen.  


Neben den bereits genannten Institutionen nehmen dieses Jahr an der Fairen Woche auch das Bekleidungsgeschäft Colours in der Großen Straße mit einer Aktion und die Neue Kirche mit einer Ausstellung teil. Thiele Tee bietet eine Verkostung von fairem Tee an, im Leckerpott gibt es einen "Fairen Mittagstisch" und das Eiscafé Valentino hat wieder einen fairen Eisbecher extra für die Faire Woche kreiert.

Bild: Theda Eilers

Ein Picknick ganz in Weiß

Rathaus Karree lädt zum dritten Mal zum Diner en blanc in die Brückstraße

 

Emden. Ganz in Weiß soll es am nächsten Freitag in der Brückstraße zugehen. Dann laden die Werbegemeinschaft Rathaus Karree, das Ostfriesische Landesmuseum sowie agilio zum inzwischen dritten „Diner en blanc” ein. Und weiß soll dabei nicht nur die Kleidung der Gäste sein. Auch die grünen Laternen in der kleinen Einkaufsstraße hinter dem Rathausbogen sollen mit weißem Krepppapier eingehüllt werden, sagte Dieter Peters von agilio gestern im Pressegespräch. Dazu gibt es etwa 100 Plätze an der langen weißen Tafel. Blumenschmuck, natürlich in Weiß und schneeweiße Tischdecken sollen den passenden Rahmen bieten. „Den Rest bringen die Gäste mit”, sagte Peters.

Das Prinzip des „Diner en blanc” kommt auch in Emden gut an, meinen die Veranstalter. So sei die Besucherzahl beim zweiten Picknick im vergangenen Jahr bereits gestiegen und auch für die nächste Woche werden bis zu 100 Dinner-Teilnehmer zu diesem Abendbrot der besonderen Art erwartet, hieß es. Der Clou ist dabei, dass es kein Catering vor Ort gibt. Jeder bringt etwas von zu Hause mit und stellt es auf den Tisch. „Dann kann man sich dann durch das Speisenangebot probieren und hin und her tauschen”, sagte Gerhard Teerling von der Werbegemeinschaft Rathaus Karree.

Mitgebracht werden kann laut Veranstalter eigentlich alles. Fleisch muss allerdings durchgebraten sein, halb gare Gerichte oder Mett sind nicht gestattet. Gleiches gilt für Gerichte, die viel Mayonnaise enthalten. „Das funktioniert nicht, da wir ja unter freiem Himmel dinieren”, erklärte Peters. Auch Weine und andere Getränke dürfen und sollen mitgebracht werden. Und weil die Gäste alles selber mitbringen und untereinander die Speisen und Getränke tauschen, braucht auch niemand etwas zu bezahlen, betonte Peters. „Man muss auch nicht zwangsläufig in Weiß kommen”, fügte Teerling hinzu.

In diesem Jahr gibt es zum ersten Mal auch etwas Musik dazu. So sollen die Malle Diven, ein Projektchor der Ländlichen Akademie Krummhörn-Hinte, um 18 Uhr ein Medley aus Liedern ihres neuen Theaterstücks zum Thema 100 Jahre Frauenwahlrecht präsentieren. „Das ist sogar eine Art Uraufführung der Lieder”, sagte Wolfgang Höfer von der Werbegemeinschaft.

Diner en blanc, 30. August, 17 bis 20 Uhr, Eintritt frei, Brückstraße

 

@ Emder Zeitung vom 24. August 2019, Bild: EZ, Hasseler

Selten Aufgetischt ... vor Ort!

Wie sieht naturnaher Landbau eigentlich aus und wie funktioniert Nachhaltigkeit? Diesen Fragen sind die Veranstalter der Reihe „Selten Aufgetischt“, eine Kooperation der agilio gGmbiH, dem NABU Ostfriesland, NABU Woldenhof Wiegboldsbur und dem Ökowerk Emden, am Samstag, den 13.10. auf den Grund gegangen. Und wie verschafft man sich den besten Eindruck? Natürlich indem man sich die Betriebe, die sich für einen verantwortungsvollen Umgang mit Tier und Umwelt entschieden haben, einmal aus der Nähe anschaut.


Gesagt, getan - mit insgesamt 22 Interessierten ist die Gruppe am Samstagmittag mit dem Bus am Emder Hauptbahnhof gestartet. Bei warmen 25 °C standen vier regionale Betriebe auf dem Plan, die nacheinander angefahren und besichtigt wurden: die Muttertierhaltung am Rysumer Nacken, der Käse-Hof-Laden Berkhout in Pilsum, der Anguszuchtbetrieb Freerksen in Petkum und das Ökowerk in Emden.


Neben vielen Informationen zur Entwicklung und Reifung eines Käses und der Aufzucht von Rinderherden, bekam die Gruppe aber vor Allem eine gute Vorstellung von artgerechter Haltung und davon was es bedeutet, den Tieren ihr Recht auf Raum und Auslauf im Freien zu gewähren.


Deutlich wurde an diesem Nachmittag außerdem, dass man durchaus bereit ist, für Produkte aus naturnahem Landbau ein wenig mehr Geld auszugeben. „Verantwortungsvoll essen kostet nun mal etwas mehr, aber dafür schmeckt man den Unterschied und man kann mit einem guten Gefühl genießen“, so Zora Horstmann, Vertreterin der agilio gGmbH.


Der Kontakt zwischen Mensch und Tier geprägt von gegenseitiger Wertschätzung - an diesem Nachmittag ein ganz normales Bild, das hoffentlich bald häufiger zu beobachten sein wird.


Der Ausflug endete mit einem kleinen Imbiss und einem Umtrunk im Ökowerk Emden. Aufgetischt wurde Gulaschsuppe mit selbstgebackenem Bauernbrot, natürlich wieder ein echtes regionales Angebot.

Emden, den 17.10.18, Bild: Z. Horstmann

Allgemeines Tellergucken

Organisatoren von „Emden à la carte” sprechen von 12 000 verkauften Gerichten

Von Jens Voitel s 0 49 21 / 89 00-412

Emden. Auch wenn das ausgehängte Motto „Land und Meer - das isst Emden” für eine kurze Schrecksekunde vermuten ließ, dass die Einheimischen hier und da gern ins Gras oder gar ins Watt beißen, konnte man sich an diesem Wochenende im Stadtgarten wieder einmal eines deutlich Besseren belehren: Da ging es glücklicherweise eher um gebratenes Steinbeißerfilet, gebratenes Rotbarschfilet, ums Petkumer Angusrind, gebratenen Fetakäse im Speckmantel, um Snirtje-Burger, Roastbeef in der Schwarzbrotkruste und einiges mehr. Auch für Naschkatzen war reichlich aufgefahren.

Ohne Scham auf den anderen Teller schauen

„Emden à la carte”, das kulinarische Wochenendvergnügen im Zentrum der Stadt, füllte auch in diesem Jahr wieder drei Tage lang die Bäuche und die Innenstadt - und hat sich ganz offensichtlich im kommunalen Veranstaltungskalender einen vorderen Platz auf der nach oben offenen Niveau-Skala erarbeitet. Trotz zwischenzeitlich unsicherer Wetterlage ließen sich einige Tausend Besucher von den lokalen Gastronomen umfassend beköstigen. Der verregnete Start am Freitag konnte schnell wieder ausgeglichen werden, wie Barbara Sälzer vom Grand Café und Kater betonte. Die Veranstalter sprachen gestern von rund 12 000 Gerichten, die insgesamt über die Tresen gegangen sind. Und selten ist mit so wenig Scham auf die Teller der anderen geschaut worden. Aber man will ja schließlich wissen, was da angeboten wird.

Auch wenn der eine oder andere ein gewisses Missverhältnis zwischen Tellerbelag und Preistabelle beklagte, lassen sich die Macher nicht irritieren. „Wir hatten zwei bis drei Gerichte für 9 Euro dabei, damit wir auch nicht nur Schwein auf dem Teller haben”, sagte Dennis Schweikard vom Restaurant des Upstalsboom Parkhotels. Das seien die Stellschrauben, mit denen die Veranstaltung von Jahr zu Jahr verbessert werden soll. Vom Grundsatz her will man aber nach 15 Jahren den Standard gefunden haben, den man sich zu Beginn immer gewünscht hatte, sagte Mitorganisator Uwe Hellmann. Dazu gehören die wetterfesten Zelte, die Dekoration oder die inzwischen rund 740 Sitzplätze.

„Das ist die optimale Größe für diese Veranstaltung”, betonte Hellmann gestern. Man könne zwar theoretisch noch einen weiteren Gastronomie-Betrieb aufnehmen, dafür müsse aber das Niveau stimmen. Darüber werden dann die bereits teilnehmenden Gewoba-Betriebe gemeinsam abstimmen. Sonst aber soll „Emden à la carte” bleiben, was es ist: „das niveauvollste Fest in der Emder Innenstadt” (Uwe Hellmann).

Das nächste „Emden à la carte” findet übrigens vom 9. bis zum 11. August 2019 statt.

@ Emder Zeitung, 13. August 2018, Bild: Eric Hasseler

Wieder Spargelzeit in der Brückstraße

Emden. Ein fester Programmpunkt im Juni ist inzwischen das Spargel-Tafeln am Rathausbogen. Am Samstag lockte die Veranstaltung, ausgerichtet von der Werbegemeinschaft Rathaus-Karree, dem Goldenen Adler und der Agilio gGmbH, zum fünften Mal zahlreiche Freunde des Gemüses an. Vom Spargelsalat mit Krebsfleisch, Spargelcremesuppe bis zur klassischen Variante mit Sauce Hollandaise oder der Gourmand-Version mit Schnitzel oder Geschnetzeltem reichte das Angebot. 150 Kilo Spargel waren vorbereitet worden und fanden reißenden Absatz unter freiem Himmel. EZ-Bild: Hasseler

@ Emder Zeitung, 11. Juni 2018, Bild: E. Hasseler

Mit Möhren und Primeln

Vielfältiges Familienprogramm beim Ostermarkt am 24. März in der Brückstraße


Von Gaby Wolf s 0 49 21 / 89 00-415


Emden. Wird das Wetter so sonnig wie gestern, könnte es am kommenden Samstag in der vorderen Brückstraße brechend voll werden. Dann steigt dort von 10 bis 14 Uhr zum achten Mal der Ostermarkt mit zahlreichen Aktionen im Rathaus Karree.
Dafür hat sich der Osterhase (alias Esther Wübbena von der Bücherstube am Rathaus) gestern beim Pressetermin mit den Veranstaltern schon mal tüchtig warmgelaufen. Immerhin muss Meister Lampe am Samstag gut zu Fuß sein. Während des Ostermarktes wird er die Brückstraße auf und ab flanieren und dabei Möhren, Eier und Primeln verteilen. 300 Frühlingsblüher sind zu diesem Zweck geordert worden, teilte der Vorsitzende der Werbegemeinschaft, Frank Scharnagl, mit.

Und erfahrungsgemäß ist für die Kinder auch noch ein Erinnerungsfoto mit dem Osterhasen drin. „Wir bieten wieder ein Programm für die ganze Familie”, unterstrich Diethelm Kranz vom Landesmuseum. Jutta Ludolph von der Werbegemeinschaft hat dafür den Kinderschutzbund gewonnen, der Kinderschminken anbietet, sowie die Freiwillige Feuerwehr, die Löschübungen vorführt. Erstmals mit dabei ist das Jugendbüro der reformierten Kirche. Dort wird gemalt, und es werden Buttons gebastelt.

Die Unicef-Arbeitsgruppe Ostfriesland verkauft Grußkarten für den guten Zweck. Einige Geschäftsfrauen sorgen für einen kleinen Osterflohmarkt. Auch österliche Keramik wird feilgeboten.

Nostalgische Aktivitäten sind beim Landesmuseum geplant. Kinder können draußen ihre Geschicklichkeit beim Eierlaufen beweisen, drinnen gibt es Bastel- und Malaktionen und Geschichten aus dem Kinderbuch-Klassiker „Die Häschenschule”. Das Vorlesen besorgt Franziska Petzold um 12 und 14 Uhr. Museumspädagogin Ilse Frerichs bastelt mit jungen Besuchern Osternester sowie Osterhasen aus Kaffeefiltern und mit Wechselklamotten aus Papier.

Bei Agilio lässt sich ein weiteres altes Kinderspiel neu entdecken. „Wir basteln Tüntjes”, kündigte Maike Klingenberg an. „Das sind Holzkreisel, die mit einem Band in Gang gesetzt werden.” Begleitet wird die Aktion von Holzkunsthandwerker Werner Müller. Die Kleinsten können auf einer Rennstrecke Duelle auf den Junior-Beetles austragen. Am Grillstand gibt es verschiedene Bratwürste und Kartoffelsalat zu kauen.

Auch die Geschäfte haben bis 14 Uhr geöffnet. Denn gerade mit solchen Aktionen will das Rathaus-Karree darauf aufmerksam machen, dass es hinter dem Torbogen noch eine Fußgängerzone gibt.

„Wir haben mittlerweile vier feste Termine”, sagte Kranz. Neben dem Ostermarkt sind das die Spargel-Tafel (diesmal am zweiten Juni-Wochenende), das Open-Air-Picknick ,,Nuit en blanc/White Dinner” (letzter Freitag im August) und der Advent im Rathausbogen (2./3. Advent). Auch die Teilnahme an der Fairtrade-Woche ist wieder im Gespräch.
 

@ Emder Zeitung, 21. März 2018, Bild: G. Wolf

Kultur  Die Vernissage beginnt an diesem Freitag um 17 Uhr

Die Schau in den Pelzerhäusern richtet der Bund Bildender Künstler aus. Es werden verschiedene Techniken gezeigt.

Emden  - Eine Premiere gibt es an diesem Freitag in den Emder Pelzerhäusern: Zum ersten Mal stellen dort Mitglieder des Bundes Bildender Künstler Ostfrieslands (BBK) 54 ihrer Werke aus. Dabei werden Themen behandelt, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten. „Jeder zeigt jetzt das, was ihm wichtig ist“, sagte die Künstlerin Helga Beisheim im Gespräch mit der OZ. Insgesamt sechs Teilnehmer machen bei der Schau mit und zeigen Malereien, Fotografien, Zeichnungen, Skulpturen und andere Objekte.

Auf den Bildern der Emder Künstlerin Rita Oerters geht es beispielsweise um den Aufbruch mit gemischten Gefühlen. Ellen Schneider-Stötzner thematisiert in ihren Zeichnungen Strandgut.

Eineinhalb Jahre ist es her, dass in den Pelzerhäusern die letzte größere Kunstausstellung stattfand – damals noch vom Ostfriesischen Landesmuseum Emden.

Die Schau des BBK läuft bis zum 15.  Juni. Geöffnet ist die Ausstellung dienstags bis freitags von 15 bis 19  Uhr sowie sonntags von 10 bis 17  Uhr. Karfreitag und Ostermontag ist geschlossen, Ostersonntag ist normal geöffnet. Der Eintritt ist frei. Die Vernissage ist an diesem Freitag um 17  Uhr. Es wird eine Künstlerführung geben.

@ Ostfriesen Zeitung, 16. März 2018

Bernhard Weber und Jury Ott ließen im Pelzerhaus Klassiker aufleben / Spontane Programmänderungen inklusive

Emden. Dass die Gedichte und Lieder von Joachim Ringelnatz, Hans Albers, Kurt Tucholsky und Zarah Leander auch Jahrzehnte nach ihrer Entstehung nicht einfach vergessen werden sollten, erlebte eine handverlesene Zuhörerschaft am Samstagabend. Letztlich war es genau ein Dutzend, das sich den Schauspieler und Sänger Bernhard Weber anschauen und anhören wollte. Zusammen mit dem Akkordeonspieler Jury Ott aus der Ukraine lieferte der Hamburger Kleinkunstprofi ein zweistündiges Programm im Pelzerhaus ab.

Für das Gedicht „Arm Kräutchen“, besser bekannt als „Sauerampfer“, vom Kabarettisten Joachim Ringelnatz, benötigte Weber drei Anläufe. Der Text wollte nicht so recht sitzen. Erst nach der Pause zu Beginn der zweiten Hälfte klappte es. Sowieso erweckte das Duo den Eindruck, erst im zweiten Teil richtig aufzuleben. „Die Stimme muss erst warm werden“, so Weber. Der Schauspieler ließ es sich nicht nehmen, mit seinem Publikum zu plaudern, den Blickkontakt zu suchen oder kleine Späßchen zu treiben. Eigenwillig war die Darbietung. Mit den Worten „Für die Intellektuellen unter uns noch etwas Feines“, teilte er sein Publikum in zwei Gruppen. Nicht bei jedem kam das sogleich an. Was Weber dann aber ablieferte, war ganz nah am Original und entzückte.

Bühnenpräsenz zur Trauerbewältigung

Tiefe Einblicke gewährte Weber in seine Jahrzehnte lange Bühnenerfahrung zusammen mit seiner Frau Gunda. Besonders der Part von Zarah Leander wurde sonst von ihr im Programm vertont. Gunda Weber starb im November des letzten Jahres. Für die Verarbeitung der Trauer hilft ihm die Bühnenpräsenz, so Weber schon zu Beginn des Abends.

So war es auch verständlich, dass vielleicht nicht alles an diesem Abend zusammenpasste. Scheinbar spontane Programmänderungen brachten Jury Ott bei der Suche nach den richtigen Noten doch leicht ins Schwitzen. Weber gelang es aber mit seinem eigenwilligen Humor, das Publikum für sich zu gewinnen. Aus dem anfangs vereinzelnd zart aufkommenden Applaus wurde im zweiten Teil deutlich kräftiger Beifall. Ringelnatz' „Kindergebetchen“ und „Ich habe dich so lieb“ wurden genauso zum Besten gegeben wie „La Paloma“ von Hans Albers. Auf Wunsch einer Zuhörerin gab es spontan „Die Made“ von Heinz Ehrhardt. Stücke von Wilhelm Busch und Karl May folgten.

Freddy Quinn gab es auch. Weber, ein bekennender Fan von Quinns Stimme, sang „Die Gitarre und das Meer“ sowie „Junge, komm bald wieder“. Letztlich endete der launische Abend, der Lust darauf machte, sich doch noch mal durch die alten Lieder und Gedichte zu arbeiten. Mit einer Zigarette im Mund verabschiedete Weber jeden einzelnen Gast am Ausgang. Auch das gibt es nicht überall. Kleinkunst eben.

@ Emder Zeitung, 30.Januar 2018
 

Und all überall auf den Tannenspitzen …

In den letzten drei Wochen haben Kinder mit Handicap im Rahmen der Heilpädagogischen Nachmittagsbetreuung der agilio gGmbH in weihnachtlicher Vorfreude gebastelt was das Zeug hält und ihrer Kreativität freien Lauf gelassen. Ursprünglich hatten sie sich vorgenommen zur Eröffnung des Advents am Rathausbogen einen 4,50 Meter hohen Weihnachtsbaum zu schmücken. Weil Unbekannte diesen aber in einer Nacht- und Nebelaktion aus der Brückstraße entwendeten, dekorierten sie stattdessen zwei 2,50 Meter große Weihnachtsbäume. Das Ergebnis kann sich trotzdem sehen lassen: Zweige erstrahlen im Lichterglanz, rot-glitzernde Christbaumkugeln und selbstgebastelte bunte Papiersterne schmücken die Tannenspitzen! „Den Spaß lassen wir uns nicht nehmen“ sagt Paul Diekmann von der agilio gGmbH und hält sich lachend eine Christbaumkugel ans Ohr.


Das gemeinsame Schmücken des Tannenbaumes – ein Brauch, der zu Weihnachten nicht fehlen darf. Im nächsten Jahr aber hoffentlich ohne böse Langfinger! 

Weihnachtliches von Emdern für Emder und Besucher

Emden. Vor der Kulisse des Rathausbogens (siehe Foto) wird auch in diesem Jahr wieder ein Adventsmarkt von ganz besonderem Charme veranstaltet. Im Zeichen des Ehrenamtes präsentieren die Werbegemeinschaft Rathaus-Karree, das Ostfriesische Landesmuseum und die agilio gGmbH gemeinsam mit weiteren Vereinen, Verbänden und Ehrenamtlichen beim „Advent am Rathausbogen” ihr weihnachtliches Angebot, das von selbstgemachten kleinen Köstlichkeiten bis hin zu kreativem Handwerkszeug reicht.

Die unverwechselbare Atmosphäre des kleinen Budendorfes lädt zum gemütlichen Beisammensein bei Glühwein und Grillwurst und gemeinsamen Stöbern ein. Auch die kleinen Besucher kommen nicht zu kurz, denn auf sie wartet täglich von 16 bis 16.30 Uhr eine kleine Attraktion zum Mitmachen oder Genießen.

Seit 2010 findet der „Advent am Rathausbogen” in der Brückstraße am Rathausbogen statt. Er ist ein kleiner aber feiner Weihnachtsmarkt von Emdern für Emder und Besucher.

Nicht der Verdienst und schon gar nicht der Profit stehen im Zentrum des Tuns, sondern das Angebot und das Aufmerksam machen auf Anliegen (wie zum Beispiel bei der UNICEF), Kulturangebote oder eigenhändig hergestelltes, liebevoll gestaltetes Kunsthandwerk oder Handarbeiten.

Die agilio gGmbH in Kooperation mit der Werbegemeinschaft Rathaus Karree wird auch in diesem Jahr wieder einen zwei Meter langen Christstollen backen und Einzelstücke davon zum Verkauf anbieten. Der Erlös fließt in Projekte zur Entwicklung von ambulanten Wohnformen für Menschen mit Behinderung und hohem Unterstützungsbedarf.

Passend zur Veranstaltung haben die Einzelhändler in der Brückstraße an den beiden Samstagen bis 18 Uhr geöffnet.
 
 
 © Emder Zeitung, 8. Dezember 2017

Lena-Mord diente als Inspiration

Lesung Roland Siegloff stellte seinen Krimi in Emden vor 

Den zweiten Teil des Abends gestaltete Olaf Büttner, der - als Gegenpart zum ersten Programmpunkt - einen humorvollen Roman im Gepäck hatte.

"Als ich vor fünf Jahren im Berliner DPA-Büro die Nachrichten von dem Lena in Emden über den Bildschirm laufen sah, horchte ich auf. Denn mit der Stadt Emden verbindet mich ja immer noch vieles", erklärte Roland Siegloff am Donnerstagabend in den Emder Pelzerhäusern.

Siegloff - Journalist, Autor, und gebürtiger Emder - las dort aus seinem Roman "Schlagt das Schwein tot". Die Veranstaltung war Teil der "10. Ostfriesischen Krimitage".

Der Mord, der die Seehafenstadt bundesweit in die Negativschlagzeilen brachte, inspirierte Siegloff dazu, das Buch zu schreiben (die OZ berichtete). Sieben Kapitel las der Autor den knapp 20 Zuhörern aus diesem Roman vor. Sie lauschten der Handlung gebannt. Siegloffs Buch ist keine Dokumentation des Falles in Emden. Die Handlung ist erfunden, die Figuren ebenfalls. Alles erleben die Leser in verschiedenen Erzählperspektiven jeweils aus der Sicht der verschiedenen Romanfiguren. Schlagwörter wie Schuld, Festnahme und Verzweiflung wirken aufdringlich realistisch. Der Autor nimmt sich zurück, stellt nur dar und überlässt die Bewertung dem Leser.

Den zweiten Teil des Abends bestritt der Wilhelmshavener Krimischriftsteller Olaf Büttner (61) mit Auszügen aus seinem neuen Kriminalroman "Friesenschwindel". Darum geht es um eine skurrile Person mit dem eigentümlichen Namen Reent Reents, der sich nach einem Lottogewinn von sieben Millionen Euro den Wunsch erfüllt, Privatdetektiv zu werden. Dabei hilft ihm der Hund Ricky, der eigentlich seiner polnischen Nachbarin gehört. Büttner führte die Zuhörer querbeet auf unterhaltsame Weise durch den kompletten Roman, ohne jedoch dabei das Ende der Handlung zu verraten. Nach zwei Stunden ging ein literarischer Krimiabend in historischem Ambiente zu Ende, wie er inhaltlich nicht unterschiedlicher in seiner Auswahl hätte sein können: In dem einen Teil ein beklemmender Stil der Authentizität, in dem anderen humorvolle Unterhaltung. Von Werner Zwarte

© Ostfriesen Zeitung, 04.11.2017, Bild: W. Zwarte

 

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Am Delft 6/7
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Die agilio gGmbH ist ein gemeinnütziger Träger, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung zu fördern und ihre Selbstbestimmtheit und Individualität durch das Angebot von passgenauen und flexiblen Unterstützungsleistungen zu stärken. 

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