Veranstaltungen und Aktuelles

Monday, June 11, 2018 - Published by Dorte Storper


Baked goat cheese with sea buckthorn jam, beef roulades stuffed with seaweed, "North Sea" fish pot with saltwort and cochlearia.    
These were just a few of the dishes that were on the menu during a culinary event that was arranged to raise awareness about SalFar and thereby the problem of increasing salinization. The common denominator for all the dishes on the menu was the inclusion of halophytes, which are plants adapted to growing in saline conditions, such as in a salt marsh.

The event was organised by the Foundation Ökowerk Emden in cooperation with Agilio, which is a non-profit organization whose mission is to promote the social participation of people with disabilities and to strengthen their self-determination and individuality.

The event, which took place on 25 May 2018, was a great success. 20 people participated in the dinner during which they were informed about SalFar and the objectives of the project.

http://northsearegion.eu/salfar/news/dinner-is-served/

Freizeit Am Sonnabend ist die achte Auflage der Veranstaltung in Emden

Die Werbegemeinschaft Rathauskarree hat ein buntes Programm für Familien organisiert.

Emden - Der Osterhase besucht am kommenden Sonnabend die Brückstraße in Emden. Im Rathauskarree ist nämlich die achte Auflage des Ostermarkts. Von 10 bis 14  Uhr gibt es verschiedene Aktionen zum Mitmachen für die ganze Familie. Die Werbegemeinschaft Rathauskarree, die den Markt organisiert, hat jetzt das Programm vorgestellt.
Zum ersten Mal wird laut Jutta Ludolph, Inhaberin der Pelzwerkstatt, das Jugend-büro der evangelisch-lutherischen Kirche mit dabei sein und Buttons basteln. Wieder mit von der Partie seien der Kinderschutzbund, dessen Team Besucher schminke, sowie die freiwillige Feuerwehr, die Übungen für den Nachwuchs anbiete. „Familien und Kinder sollen sich wohlfühlen“, sagte Ludolph.
Das Ostfriesische Landesmuseum hat seine Aktionen ganz nach dem Motto „basteln, malen, zuhören und geschickt sein“ gestaltet, sagte die Museumspädagogin Ilse Frerichs. Eierpicken und Eierlaufen seien bei den Kindern besonders beliebt. „Die lieben das“, sagte Frerichs. Parallel dazu würden Osternester und Hasen aus Kaffeefiltern gebastelt sowie „Emdens next Osterhasenmodell“ gespielt. Zudem werde aus dem Buch „Die Häschenschule“ vorgelesen.
In dem Geschäft von Agilio (Arbeitsgemeinschaft für integrative Leistung in Ostfriesland) werde das Angebot österlich erweitert, kündigte Maike Klingenberg von Agilio an. Zudem würden dort mit dem Kunsthandwerker Werner Müller sogenannte Tüntjes – mit einem Band angetriebene Holzkreisel – gebastelt. Der Trommler Amoussa Tete Addo wird zudem laut Klingenberg vor dem Laden auf einer Djembe (Bechertrommel) spielen.
Im Rathauskarree soll es darüber hinaus Stände mit verschiedenen Produkten sowie Verpflegung geben. „Wir sind hier. Die Leute können gerne kommen und schauen, was wir zu bieten haben“, so Diethelm Kranz vom Landesmuseum.
Den Osterhasen spielt am Sonnabend übrigens Esther Wübbena, Auszubildende in der Bücherstube am Rathaus. Sie wird nach Angaben der Werbegemeinschaft Präsente an die Gäste verteilen: Primeln, Eier und Möhren – „die österliche Grundausstattung“, so Kranz.

@ Ostfriesen Zeitung, 21. März 2018

Kultur  Die Vernissage beginnt an diesem Freitag um 17 Uhr

Die Schau in den Pelzerhäusern richtet der Bund Bildender Künstler aus. Es werden verschiedene Techniken gezeigt.

Emden  - Eine Premiere gibt es an diesem Freitag in den Emder Pelzerhäusern: Zum ersten Mal stellen dort Mitglieder des Bundes Bildender Künstler Ostfrieslands (BBK) 54 ihrer Werke aus. Dabei werden Themen behandelt, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten. „Jeder zeigt jetzt das, was ihm wichtig ist“, sagte die Künstlerin Helga Beisheim im Gespräch mit der OZ. Insgesamt sechs Teilnehmer machen bei der Schau mit und zeigen Malereien, Fotografien, Zeichnungen, Skulpturen und andere Objekte.

Auf den Bildern der Emder Künstlerin Rita Oerters geht es beispielsweise um den Aufbruch mit gemischten Gefühlen. Ellen Schneider-Stötzner thematisiert in ihren Zeichnungen Strandgut.

Eineinhalb Jahre ist es her, dass in den Pelzerhäusern die letzte größere Kunstausstellung stattfand – damals noch vom Ostfriesischen Landesmuseum Emden.

Die Schau des BBK läuft bis zum 15.  Juni. Geöffnet ist die Ausstellung dienstags bis freitags von 15 bis 19  Uhr sowie sonntags von 10 bis 17  Uhr. Karfreitag und Ostermontag ist geschlossen, Ostersonntag ist normal geöffnet. Der Eintritt ist frei. Die Vernissage ist an diesem Freitag um 17  Uhr. Es wird eine Künstlerführung geben.

@ Ostfriesen Zeitung, 16. März 2018

Offenes Angebot findet erstmals am nächsten Dienstag statt / Genutzt werden Agilio-Räume in der Brückstraße

Emden. Für die geplante offene Hebammen-Sprechstunde hat sich ein Ort gefunden. Das Angebot für Schwangere, Mütter mit Säuglingen, aber auch für Ratsuchende aus dem familiären Umfeld, findet künftig einmal in der Woche für zwei Stunden bei Agilio in der Brückstraße 27 statt. Schon am kommenden Dienstag um 9.30 Uhr soll es dort losgehen, wie Hebamme Gesine Agena, Vorsitzende des Trägervereins, jetzt im Jugendhilfeausschuss ankündigte. Immer zwei Hebammen sind dann vor Ort.

Angebot besonders niedrigschwellig

„Wir sind sehr froh, dass wir mit Agilio eine Nutzungsvereinbarung treffen konnten”, sagte Agena mit Blick auf die zentrale Lage und die räumlichen Bedingungen. „Denn bei der Sprechstunde geht es um Niedrigschwelligkeit - und dort sitzen die zwei Hebammen direkt hinter einer Glastür.” Devise: einfach hereinkommen und sich informieren. „Im besten Falle bekommen die Frauen eine feste Hebamme vermittelt, sonst aber die Möglichkeit, irgendwo regelmäßig anzudocken”, ergänzte Agena.

Denn allgemein herrscht in der Hebammen-Begleitung von Schwangeren und Müttern nach der Niederkunft eine Unterversorgung. Hintergrund sind steigende Geburtenraten bei gleichzeitig sinkender Anzahl von Hebammen. Auch in Emden müsste man sich eigentlich schon im ersten Schwangerschaftsdrittel anmelden, um Unterstützung durch eine der freiberuflich arbeitenden Hebammen zu bekommen (wir berichteten).

Mit einer zentralen Anlaufstelle, so die Idee, könnten dagegen mehr Frauen, Eltern und Säuglinge versorgt werden. „Und vielleicht bekommen wir damit auch die Frauen zu sehen, die sich sonst nicht oder erst in allerletzter Sekunde melden”, sagte Agena. Das betreffe zum Beispiel obdachlose Frauen und Migrantinnen.

„Wir möchten mit unserem Angebot auch ins Netzwerk 'Frühe Chancen' der Stadt und uns zudem mit den Integrationslotsen besser vernetzen”, ergänzte die Vorsitzende des Trägervereins, der sich im September gegründet hat. Das Projekt ist zunächst für ein Jahr gesichert, weil neben der Stadt auch der Verein zur Förderung der kommunalen Prävention in Emden Kooperationspartner ist. Über dessen Einspringen zeigte sich Fachbereichsleiter Thomas Sprengelmeyer „unheimlich glücklich”. Denn ein erster Antrag auf Mitfinanzierung durch die Krankenkassen war im November abgelehnt worden. Der dagegen eingelegte Widerspruch wird noch geprüft. „Aber eigentlich haben die Krankenkassen erkannt, dass dringender Handlungsbedarf besteht”, sagte er, „deshalb hoffen wir, die Finanzierung noch nachhaltiger aufbauen zu können.”

Gleichstellungsbeauftragte Okka Fekken merkte kritisch an, dass Hebammen-Betreuung eigentlich eine selbstverständliche Leistung sei. „Dass die nicht mehr über die Krankenkassen sichergestellt ist, ist eine Katastrophe.” Sie appellierte daher an die Politik, noch einmal auf allen Ebenen auf bessere Rahmenbedingungen für Hebammen zu drängen.

Die Sprechstunde findet dienstags von 9.30 bis 11.30 Uhr in der Brückstraße 27 (Agilio) statt, s 01 51/ 44 62 41 45 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

@ Emder Zeitung, 08.Februar 2018

Bernhard Weber und Jury Ott ließen im Pelzerhaus Klassiker aufleben / Spontane Programmänderungen inklusive

Emden. Dass die Gedichte und Lieder von Joachim Ringelnatz, Hans Albers, Kurt Tucholsky und Zarah Leander auch Jahrzehnte nach ihrer Entstehung nicht einfach vergessen werden sollten, erlebte eine handverlesene Zuhörerschaft am Samstagabend. Letztlich war es genau ein Dutzend, das sich den Schauspieler und Sänger Bernhard Weber anschauen und anhören wollte. Zusammen mit dem Akkordeonspieler Jury Ott aus der Ukraine lieferte der Hamburger Kleinkunstprofi ein zweistündiges Programm im Pelzerhaus ab.

Für das Gedicht „Arm Kräutchen“, besser bekannt als „Sauerampfer“, vom Kabarettisten Joachim Ringelnatz, benötigte Weber drei Anläufe. Der Text wollte nicht so recht sitzen. Erst nach der Pause zu Beginn der zweiten Hälfte klappte es. Sowieso erweckte das Duo den Eindruck, erst im zweiten Teil richtig aufzuleben. „Die Stimme muss erst warm werden“, so Weber. Der Schauspieler ließ es sich nicht nehmen, mit seinem Publikum zu plaudern, den Blickkontakt zu suchen oder kleine Späßchen zu treiben. Eigenwillig war die Darbietung. Mit den Worten „Für die Intellektuellen unter uns noch etwas Feines“, teilte er sein Publikum in zwei Gruppen. Nicht bei jedem kam das sogleich an. Was Weber dann aber ablieferte, war ganz nah am Original und entzückte.

Bühnenpräsenz zur Trauerbewältigung

Tiefe Einblicke gewährte Weber in seine Jahrzehnte lange Bühnenerfahrung zusammen mit seiner Frau Gunda. Besonders der Part von Zarah Leander wurde sonst von ihr im Programm vertont. Gunda Weber starb im November des letzten Jahres. Für die Verarbeitung der Trauer hilft ihm die Bühnenpräsenz, so Weber schon zu Beginn des Abends.

So war es auch verständlich, dass vielleicht nicht alles an diesem Abend zusammenpasste. Scheinbar spontane Programmänderungen brachten Jury Ott bei der Suche nach den richtigen Noten doch leicht ins Schwitzen. Weber gelang es aber mit seinem eigenwilligen Humor, das Publikum für sich zu gewinnen. Aus dem anfangs vereinzelnd zart aufkommenden Applaus wurde im zweiten Teil deutlich kräftiger Beifall. Ringelnatz' „Kindergebetchen“ und „Ich habe dich so lieb“ wurden genauso zum Besten gegeben wie „La Paloma“ von Hans Albers. Auf Wunsch einer Zuhörerin gab es spontan „Die Made“ von Heinz Ehrhardt. Stücke von Wilhelm Busch und Karl May folgten.

Freddy Quinn gab es auch. Weber, ein bekennender Fan von Quinns Stimme, sang „Die Gitarre und das Meer“ sowie „Junge, komm bald wieder“. Letztlich endete der launische Abend, der Lust darauf machte, sich doch noch mal durch die alten Lieder und Gedichte zu arbeiten. Mit einer Zigarette im Mund verabschiedete Weber jeden einzelnen Gast am Ausgang. Auch das gibt es nicht überall. Kleinkunst eben.

@ Emder Zeitung, 30.Januar 2018
 

In den letzten drei Wochen haben Kinder mit Handicap im Rahmen der Heilpädagogischen Nachmittagsbetreuung der agilio gGmbH in weihnachtlicher Vorfreude gebastelt was das Zeug hält und ihrer Kreativität freien Lauf gelassen. Ursprünglich hatten sie sich vorgenommen zur Eröffnung des Advents am Rathausbogen einen 4,50 Meter hohen Weihnachtsbaum zu schmücken. Weil Unbekannte diesen aber in einer Nacht- und Nebelaktion aus der Brückstraße entwendeten, dekorierten sie stattdessen zwei 2,50 Meter große Weihnachtsbäume. Das Ergebnis kann sich trotzdem sehen lassen: Zweige erstrahlen im Lichterglanz, rot-glitzernde Christbaumkugeln und selbstgebastelte bunte Papiersterne schmücken die Tannenspitzen! „Den Spaß lassen wir uns nicht nehmen“ sagt Paul Diekmann von der agilio gGmbH und hält sich lachend eine Christbaumkugel ans Ohr.


Das gemeinsame Schmücken des Tannenbaumes – ein Brauch, der zu Weihnachten nicht fehlen darf. Im nächsten Jahr aber hoffentlich ohne böse Langfinger! 

Weihnachtliches von Emdern für Emder und Besucher

Emden. Vor der Kulisse des Rathausbogens (siehe Foto) wird auch in diesem Jahr wieder ein Adventsmarkt von ganz besonderem Charme veranstaltet. Im Zeichen des Ehrenamtes präsentieren die Werbegemeinschaft Rathaus-Karree, das Ostfriesische Landesmuseum und die agilio gGmbH gemeinsam mit weiteren Vereinen, Verbänden und Ehrenamtlichen beim „Advent am Rathausbogen” ihr weihnachtliches Angebot, das von selbstgemachten kleinen Köstlichkeiten bis hin zu kreativem Handwerkszeug reicht.

Die unverwechselbare Atmosphäre des kleinen Budendorfes lädt zum gemütlichen Beisammensein bei Glühwein und Grillwurst und gemeinsamen Stöbern ein. Auch die kleinen Besucher kommen nicht zu kurz, denn auf sie wartet täglich von 16 bis 16.30 Uhr eine kleine Attraktion zum Mitmachen oder Genießen.

Seit 2010 findet der „Advent am Rathausbogen” in der Brückstraße am Rathausbogen statt. Er ist ein kleiner aber feiner Weihnachtsmarkt von Emdern für Emder und Besucher.

Nicht der Verdienst und schon gar nicht der Profit stehen im Zentrum des Tuns, sondern das Angebot und das Aufmerksam machen auf Anliegen (wie zum Beispiel bei der UNICEF), Kulturangebote oder eigenhändig hergestelltes, liebevoll gestaltetes Kunsthandwerk oder Handarbeiten.

Die agilio gGmbH in Kooperation mit der Werbegemeinschaft Rathaus Karree wird auch in diesem Jahr wieder einen zwei Meter langen Christstollen backen und Einzelstücke davon zum Verkauf anbieten. Der Erlös fließt in Projekte zur Entwicklung von ambulanten Wohnformen für Menschen mit Behinderung und hohem Unterstützungsbedarf.

Passend zur Veranstaltung haben die Einzelhändler in der Brückstraße an den beiden Samstagen bis 18 Uhr geöffnet.
 
 
 © Emder Zeitung, 8. Dezember 2017

Veranstaltung „Advent am Rathausbogen” vom 8. bis 17. Dezember in der Brückstraße

Emden. Kleine Holzbuden voller kreativer Ideen, Handarbeiten und sozialem Engagement - der Weihnachtsmarkt in der Brückstraße lädt auch in diesem Jahr wieder zu einigen Besonderheiten ein.

Unter dem Titel „Advent am Rathausbogen” präsentiert die Werbegemeinschaft Rathaus-Karree zusammen mit dem Ostfriesischen Landesmuseum und der Agilio gGmbH den mittlerweile achten Adventsmarkt. Im Mittelpunkt stehen auch in diesem Jahr wieder das ehrenamtliche Engagement und das gesellschaftliche Miteinander.

20 unterschiedliche Vereine, Institutionen und Hobbybastler werden sich abwechselnd in den fünf aufgestellten Weihnachtsbuden präsentieren und ihre selbst gemachten Waren anbieten. Einige Hobbykünstler sind zudem mit ihren Ständen in den Geschäften platziert. Die Läden der Brückstraße öffnen an allen vier Adventssamstagen bis 18 Uhr.

Präsentieren werden sich unter anderem die Arbeitsgruppe Emden von Unicef und die Initiative NettWark. Jeden Tag um 16 Uhr gibt es Aktionen für Kinder. Stockbrotbacken und Töpfern standen im vergangenen Jahr hoch im Kurs und werden auch diesmal wieder dabei sein. Basteln und Malen werden das Angebot ergänzen. Auf dem Markt reicht das Angebot dabei von Beton- und Keramikarbeiten, Filzarbeiten und weihnachtlicher Floristik bis hin zu selbst gemachtem Gebäck.

Dat Mundjevoll lädt an den beiden Wochenenden zu Glühwein, Bratwurst und einem zwei Meter langen Stollen ein. „Der Erlös fließt in die Entwicklung von ambulanten Wohnformen für Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf”, sagte Maike Klingenberg von Agilio im Pressegespräch.

Das Ostfriesische Landesmuseum bietet insbesondere am 9. Dezember ein abwechslungsreiches Programm. So werden in der Kinder-Adventswerkstatt Knusperhäuschen gebaut und bunte Einhorn-Plätzchen gebacken. Im Anschluss findet eine Schnitzeljagd quer durch das Museum statt. „Natürlich mit weihnachtlichem Schatzfund”, betonte Diethelm Krantz vom Landesmuseum.

Eröffnet wird der Weihnachtsmarkt am 8. Dezember um 16 Uhr. Der Kinderchor der Früchteburgschule und der Posaunenchor Wybelsum werden die Eröffnung musikalisch begleiten.

Von Jens Tammen

© Emder Zeitung, 30.11.2017

Emden. Die Aufregung ist zu spüren. Frauen wuseln mit Kaffeekannen durch die große Gemeinschaftsküche, die Tische sind gedeckt, die selbst gebackenen Kuchen stehen auf dem Buffet. Klaus Baalmann (26) steht an der Haustür. Schließen muss er sie an diesem Nachmittag nicht. Es ist ein ständiges Kommen und wer einmal da ist, der bleibt lange.

Eine neue Wohngemeinschaft für behinderte Menschen stellt im Borssumer Wykhoffweg ihr Zuhause vor. Auch das ist neu und wurde von der städtischen Wohnungsbaugesellschaft Gewoba errichtet. Acht Bewohner haben dort Platz. Für jeden gibt es ein helles Zimmer mit Waschbecken und Zugang zu einem Balkon oder einer Terrasse. Je zwei Bewohner teilen sich eine Kochnische und ein großzügiges Bad sowie eine Waschmaschine. „So schön ist das hier geworden, jetzt fehlt nur noch der Garten”, sagt eine Besucherin. Sie schaut sich das Zimmer von Maike Wilts (53) an. Die Frau mit Trisomie 21 steht auf Herz. „Ja, Herzen mag ich”, sagt sie, zeigt auf ihre Herzbettwäsche und bittet alle, sich ihr neues Zimmer anzusehen. „Für uns war das ein großer Schritt, aber unsere Tochter hat es uns leicht gemacht”, sagt ihre Mutter. Bis Anfang Oktober lebte Maike Wilts bei ihren Eltern. Die bange Frage, die sich viele Eltern von behinderten Kinder stellen, hat auch das Ehepaar Wilts beschäftigt: Was passiert einmal mit meinem Kind, wenn wir zu alt sind, um uns zu kümmern, oder wenn wir sterben?

Bei Janssens ist das ebenfalls ein Thema. Hinrich Janssen ist Mitinitiator der Wohngemeinschaft. Seit vier Jahren suchte er einen Neubau für eine WG. Seine Tochter Frauke Janssen (43) lebte bisher bei ihren Eltern. Ihr Bruder ist schon lange ausgezogen und hat seine eigene Familie. „Das war unser großer Wunsch, dass hier eine so schöne WG entsteht und unsere Tochter ein eigenes Zuhause hat”, sagt Hinrich Janssen. Schön finden es alle Beteiligten. Deshalb haben sich auch alle - betreut werden die Bewohner von der gemeinnützigen GmbH Agilio - dafür ausgesprochen, das neue Haus der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Bisher sind drei fest eingezogen. Christian Nießen (30), hat schon WG-Erfahrung. Einige Stunden am Tag verbringt er in der neuen Wohngemeinschaft: „Es gab Schwierigkeiten bei der Lieferung des Bettes, wenn das komplett ist, dann schlafe ich auch hier”, berichtet er. Für ihn ist es wichtig, die Tür zumachen zu können, Zuviel Trubel, zu viele neue Menschen, so etwas verunsichert ihn. Seine Familie und Freunde sind bei ihm, und wenn der eine oder andere Besucher zaghaft an die Tür klopft, zeigt er bereitwillig sein neues Zimmer.

„Für mich wurde es auch mal Zeit, selbstständig zu werden”, sagt Frauke Janssen selbstbewusst. Bei den Eltern ist es schön, da geht sie auch noch jeden Mittwoch hin. Ein bisschen schwer fällt es ihr, sich an die neue Umgebung zu gewöhnen, doch wenn sie Musik hört und auf ihrem blauen Sofa sitzt, das sie von Zuhause mitgebracht hat, ist alles in Ordnung.

Tagsüber arbeiten alle vier. Drei bei der obw und einer bei Agilio. Arbeitskollegen kommen zu Besuch und schauen sich alles genau an. „Für mich wäre das schon etwas”, sagt eine Frau. Aber Borssum sei ihr zu weit außerhalb. „Da muss ich ja noch früher aufstehen. Ich arbeite in der Stadt.”

Besucher bringen kleine Geschenke zum Einzug mit. Auch im Hausflur stehen Tischchen mit Kuchen. „Ich hab noch schnell heute Morgen alles durchgesaugt, soll ja auch gut aussehen”, sagt Klaus Baalmann. Die Bewohner haben einen festen Aufgabenplan, erklärt Ina Sandomier von Agilio. Tagsüber werden sie ambulant betreut, nachts ist die Gruppe auf sich gestellt.

Jetzt sind alle gespannt, wer noch einziehen wird. „Es muss auch passen”, sagt Frauke und rückt die Kerzen auf ihrem Tisch zurecht.

Von Ute Lipperheide
 
© Emder Zeitung, 13.11.2017 (Foto: Eric Hasseler)

Zu einem besonderen Frühstück im Pelzerhaus kamen knapp 30 Gäste


Emden. Die Region Ostfriesland hat kulinarisch einiges zu bieten. Man muss es den Menschen nur näherbringen. Das verbirgt sich hinter einem Gemeinschaftsprojekt von Agilio, dem Nabu Ostfriesland, dem Woldenhof Wiegboldsbur, dem Ökowerk und Slow Food Ostfriesland. Gestern stand ein besonderes Frühstück im Kulturcafé im Pelzerhaus auf dem Speiseplan.

Die zweite Veranstaltung der Reihe „Selten aufgetischt” lockte knapp 30 zahlende junge und ältere Frühstücker ins denkmalgeschützte Renaissancehaus. Das Büffet umfasste Schnitt- und Weichkäse, Quark- und Frischkäsevariationen in herzhaft und süß. Die Milch stammte von Kühen, Schafen und Ziegen, und die Produzenten sitzen in Pilsum, Eilsum und Friedeburg.

Auf weißen Papierschildern stand zu lesen, was von wem ist, was man da isst. Das Brot war selbst gebacken. Und natürlich war zwar sehr viel, aber nicht „alles Käse” wie der Titel der Aktion versprach. Rührei, Räucherlachs und Obstsalat hatte der für diesen Vormittag verantwortliche Koch Benedict Jasperse mit seinem Team ebenfalls bereitet.

Das Frühstück gab es zum Preis eines Schnitzels „Wiener Art”. Doch der kommerzielle Gedanke rückt hier, wie Agilio-Geschäftsführer Dieter Peters im Gespräch mit der Emder Zeitung betonte, in den Hintergrund: „Für uns ist es wichtig, den regionalen und saisonalen Aspekt in den Vordergrund zu stellen.”

Den Anfang hatte ein Abend über Heckrinder aus Coldam (Landkreis Leer) mit entsprechender Verkostung gemacht. Im Januar soll es ein Heidschnucken-Essen geben. Eigentlich ein Nutztier, das eng mit der Lüneburger Heide verbunden ist.

Nicht so bekannt ist, dass es auch die Weiße gehörnte Heidschnucke im Bereich Weser-Ems gibt. Alte, seltene Haustierrassen haben die Veranstalter von „Selten aufgetischt” im Visier. Dabei solle jeder Abend gewissermaßen ein rundes, regionales Paket sein. Wie bei der Premiere mit dem Heckrinder-Essen im Oktober: Fleisch aus dem Landkreis Leer, Kartoffeln aus einem ostfriesischen Migrationsprojekt und Äpfel fürs Dessert aus dem Ökowerk in Borssum. Peters: „Uns geht es auch darum, die Wertschöpfung in der Landwirtschaft dieser Region zu zeigen.” axl

© Emder Zeitung, 13.11.2017 (Foto: Eric Hasseler)

Heckrind aus Coldam, frische Äpfel aus dem Borssumer Ökowerk und Kartoffeln aus ostfriesischen Äckern - im Kulturcafé im Pelzerhaus wurde am Freitagabend leckeres Essen mit regionalen Zutaten aufgetischt. Zu der Veranstaltungsreihe eingeladen hatten der Naturschutzbund (Nabu) Ostfriesland, der Nabu Woldenhof, das Ökowerk Emden, Slow Food Ostfriesland und die Arbeitsgemeinschaft für integrative Leistung in Ostfriesland (Agilio). Die Teilnehmer ließen es sich schmecken. Die Grundidee für die Reihe ist es, neben Produkten aus der Region auch das Bewusstsein für fairen Handel und ökologische Verantwortung zu stärken. Deshalb gab es neben dem schmackhaften Menü auch jede Menge Wissenswertes rund um die verwendeten Produkte. GO

© Ostfriesen Zeitung, 30.10.2017

Lesung Roland Siegloff stellte seinen Krimi in Emden vor 

Den zweiten Teil des Abends gestaltete Olaf Büttner, der - als Gegenpart zum ersten Programmpunkt - einen humorvollen Roman im Gepäck hatte.

"Als ich vor fünf Jahren im Berliner DPA-Büro die Nachrichten von dem Lena in Emden über den Bildschirm laufen sah, horchte ich auf. Denn mit der Stadt Emden verbindet mich ja immer noch vieles", erklärte Roland Siegloff am Donnerstagabend in den Emder Pelzerhäusern.

Siegloff - Journalist, Autor, und gebürtiger Emder - las dort aus seinem Roman "Schlagt das Schwein tot". Die Veranstaltung war Teil der "10. Ostfriesischen Krimitage".

Der Mord, der die Seehafenstadt bundesweit in die Negativschlagzeilen brachte, inspirierte Siegloff dazu, das Buch zu schreiben (die OZ berichtete). Sieben Kapitel las der Autor den knapp 20 Zuhörern aus diesem Roman vor. Sie lauschten der Handlung gebannt. Siegloffs Buch ist keine Dokumentation des Falles in Emden. Die Handlung ist erfunden, die Figuren ebenfalls. Alles erleben die Leser in verschiedenen Erzählperspektiven jeweils aus der Sicht der verschiedenen Romanfiguren. Schlagwörter wie Schuld, Festnahme und Verzweiflung wirken aufdringlich realistisch. Der Autor nimmt sich zurück, stellt nur dar und überlässt die Bewertung dem Leser.

Den zweiten Teil des Abends bestritt der Wilhelmshavener Krimischriftsteller Olaf Büttner (61) mit Auszügen aus seinem neuen Kriminalroman "Friesenschwindel". Darum geht es um eine skurrile Person mit dem eigentümlichen Namen Reent Reents, der sich nach einem Lottogewinn von sieben Millionen Euro den Wunsch erfüllt, Privatdetektiv zu werden. Dabei hilft ihm der Hund Ricky, der eigentlich seiner polnischen Nachbarin gehört. Büttner führte die Zuhörer querbeet auf unterhaltsame Weise durch den kompletten Roman, ohne jedoch dabei das Ende der Handlung zu verraten. Nach zwei Stunden ging ein literarischer Krimiabend in historischem Ambiente zu Ende, wie er inhaltlich nicht unterschiedlicher in seiner Auswahl hätte sein können: In dem einen Teil ein beklemmender Stil der Authentizität, in dem anderen humorvolle Unterhaltung. Von Werner Zwarte

© Ostfriesen Zeitung, 04.11.2017

 

Das Rathaus-Karree lädt zusammen mit dem Initiator agilio zu einem "Dîner en blanc" für jedermann ein. Am Freitag, den 01. September ab 18:00 Uhr ist es soweit. "Dîner en blanc" bedeutet so viel wie "zu Abend essen in weiß". Es ist ein riesiges Abendessen, zu dem jeder eigene Speisen, Getränke und Geschirr mitbringt und dabei möglichst komplett weiß gekleidet ist - daher der Name der Veranstaltung. Auch die Brückstraße wird an diesem Abend weiß ausgeschmückt. 

Zum Artikel der Emder Zeitung: EZ 17.08.17 - Dîner en blanc in der Brückstraße

© Emder Zeitung, 17.08.2017

Zum Kommentar der Emder Zeitung: EZ 17.08.17 - Kommentar zum Dîner en blanc

© Emder Zeitung, 17.08.2017

Im Wykhoffweg in Emden-Borssum entstehen momentan mehrere Neubauten. In einem der 5 neuen Gebaüde hat die GeWoBa in Abstimmung mit agilio Wohnungen für Menschen mit Behinderung entstehen lassen, die ansonsten womöglich stationär untergebracht werden müssten. In diesen neuen Wohnungen sollen sie weitestgehend selbständig leben, können aber bei Bedarf von agilio-Mitarbeitern betreut werden. Noch im Mai sollen die ersten Wohnungen bezugsfertig sein. Die Emder Zeitung und die Ostfriesen-Zeitung berichten.

Die Initiatoren des Projekts laden alle Interessierten zu einer Besichtigung des Objekts am 03. Mai, um 17:00 Uhr, im Wykhoffweg 46 ein. Um eine kurze Voranmeldung unter 04921-993897-0 wird gebeten.

Zum Artikel der Emder Zeitung: EZ 26.04.17.Projekt Wohnen für Menschen mit Behinderung

© Emder Zeitung, 26.04.2017

Zum Artikel der Ostfriesen-Zeitung: OZ Emden 26.04.17-Projekt Wohnen für Menschen mit Behinderung © Ostfriesen-Zeitung, 26.04.2017

Kontakt

agilio gGmbH

Zum Nordkai 16
26725 Emden

Tel. 04921-993897-0
Mail: info@agilio.de

Über uns

Die agilio gGmbH ist ein gemeinnütziger Träger, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung zu fördern und ihre Selbstbestimmtheit und Individualität durch das Angebot von passgenauen und flexiblen Unterstützungsleistungen zu stärken.