Bittersüß Ensemble

Die Dreigroschenoper-
präsentiert von agilio und
dem Fachbereich "Darstellendes Spiel" des JAG

Bitterüß Ensemble - Die Dreigroschenoper

Datum: Freitag, 16.01.2015 , 19:00 Uhr

Lokal: Neues Theater, Theaterstraße 5, 26721 Emden

Eintritt: Eintritt: 10,00 €

Vorverkauf: Karten erhalten Sie im kulturcafé im Pelzerhaus oder an der Abendkasse.

„Wach auf, du verrotteter Christ“. Mit harten Worten eröffnet Regisseur und Sänger Bernhard Weber alias Jonathan Jeremias Peachum das erste Lied in Brechts legendärer Dreigroschenoper von Bertolt Brecht und Kurt Weill. Unter seiner Leitung entsteht in der Dachkammerinszenierung des Bittersüß-Ensembles ein fein nuanciertes, schonungsloses und kraftvolles Bühnenstück, welches seinen Darstellern durch die reduzierte Besetzung schauspielerisch und sängerisch hohes Können abverlangt. Sehr frisch und modern, frei gespielt, gestenreich und temperamentvoll. Die am 31. August 1928 in Berlin uraufgeführte "Dreigroschenoper" ist heute das weltweit wohl populärste deutsche Theaterstück des Zwanzigsten Jahrhunderts. Heute erscheint es aktueller denn je. "Und der Haifisch, der hat Zähne": So mancher Song ist zum Ohrwurm geworden. Doch hat die Dreigroschenoper noch viel mehr zu bieten.
Kurt Weills Lieder entführen den Zuhörer direkt ins Rotlichtmilieu der frühen 20er, in den Londoner Stadtteil Soho, wo der Konkurrenzkampf zweier "Geschäftsleute" das Geschehen bestimmt. Da ist auf der einen Seite Peachum, der Kopf der Londoner Bettelmafia, der Bettler erpresst und sie so ausstattet, dass sie das Mitleid der Passanten erregen, auf der anderen Seite der Verbrecher Macheath, der gute Beziehungen zum Polizeichef von London hat. Mackie Messer, der Gangster mit den weißen Glacéhandschuhen heiratet Polly Peachum, die Tochter des Bettlerkönigs Jonathan Peachum. Er und seine Frau sehen durch die Heirat Pollys das Fundament ihres Gewerbes bedroht und liefern Mackie ans Messer. Mackie wird von Jenny und den Huren verraten, selbst sein Freund, der Polizist Tiger Brown kann ihm nicht mehr helfen. Doch wer macht sich hier wie schuldig? Am Ende die berühmte Frage: „Was ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank?“. Erleben Sie eine eigenwillige und temperamentvolle, "bittersüße" Inszenierung – eben ganz Brecht-gerecht mit Verfremdungseffekt, der die Zuschauer zum distanzierten Nachdenken und Hinterfragen motivieren soll. Am Klavier ersetzt die Konzertpianistin Eva Bartha ein ganzes Orchester. Unvergessene Lieder von Kurt Weill wecken Erinnerungen und entführen den Zuschauer ins Rotlichtmilieu der frühen zwanziger Jahre in London: Die Moritat von Mackie Messer, Die Zuhälterballade, Die Seeräuberjenny, Kanonensong u. a. Als Darsteller-/innen agieren: Marko Formanek, Mario Treichel, Suntje Freier, Gunda und Bernhard Weber, Katharina Ritz und Matthias Weber.

Die Aufführung wird Ihnen präsentiert von agilio und dem Fachbereich "Darstellendes Spiel" des JAG.

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